Sphragistik

Siegel

Unser Siegelschrank in der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft "ADLER":

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Petschaft (Siegelstempel)

Früher häufig verwendet - heute fast vergessen: Der "ADLER" hat einen jahrhundertelang verwendeten Gegenstand als Spende (besser Geschenk) erhalten, nämlich ein "Petschaft" (Siegelstempel - siehe rechte Abbildung). Es ist ein meist handliches Werkzeug, um ein Siegel in eine weichere Siegelmasse einzudrücken, und besteht - wie in unserem Fall - lediglich aus der Siegelplatte, die das Siegel trägt und einem Handgriff. Wollte man ein Papier, ein Dokument oder eine Urkunde siegeln, oder den Verschluss eines Poststücks oder Schriftstücks mittels eines Siegelabdrucks gegen unbefugte Öffnung sichern, bediente man sich des Petschafts. Um dem Siegelabdruck Dauerhaftigkeit zu verleihen, verwendete man gerne Siegellack, der bei hoher Temperatur schmilzt, aber bei Erstarren sehr spröde und hart wird. Erwärmter Siegellack wird auf das Papier geträufelt und das Petschaft mit der Siegelplatte hineingedrückt, also petschiert. Das in der Siegelplatte negativ geschnittene Bild wird auf dem Siegellackabdruck erhaben wiedergegeben. Ein solcher Siegelabdruck gibt zumeist den Absender zu erkennen, sei es in Form eines Wappens, oder auch nur in Form eines Eignerzeichens und ersetzte daher oft die schriftliche Angabe des Absenders. Das Siegel sollte einerseits den Absender über den Abdruck identifizieren und andererseits bei Unversehrtheit (vgl. den Ausdruck "Siegel brechen") die Gewähr geben, dass kein Unbefugter das Schriftstück geöffnet oder gar gelesen hat.

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