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Eine Forschungshelferin für Wissenschafter, Studierende und Laien

Dem versierten Geschichts- und Familienforscher ist die Heraldisch-Genealogische Gesellschaft "ADLER" - kurz "ADLER" genannt, international längst wohlbekannt. Auch im Rahmen des Unterrichts am "Institut für österreichische Geschichtsforschung" werden die Mitglieder zum Abschluss der Pflichtvorlesung über Genealogie (Namen- und Sippenforschung), Heraldik (Wappenkunde) und Sphragistik (Siegelkunde) auf die Gesellschaft verwiesen, welche durch ihre große Bibliothek einen hervorragenden Überblick zu diesen Fächern bietet. Vielen ist jedoch die Existenz, das Wesen und Wirken dieser privaten Vereinigung nach wie vor unbekannt. Eine Darstellung der Geschichte des "Adler", seinem Sinn und Zweck nach, mag daher dem Interessierten nützliche Hinweise geben.

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Die Geschichte der Bibliothek

Die Gesellschaft wurde 1870 gegründet und zu diesem Zeitpunkt wird der Grundstock zu der wohl umfangreichsten Fachbibliothek für die historischen Hilfswissenschaften, der Heraldik, Genealogie und Sphragistik gelegt.

Gönner, Freunde und Mitglieder überließen oder schenkten der Gesellschaft Bücher, Reihenwerke, Manuskripte und andere Materialien zum Beispiel Stammtafeln und Nachfahrentafeln in den verschiedensten Darstellungsweisen, die sich im Laufe der Zeit zu einer eigenständigen Sammlung entwickelte. Aber nicht nur Schriftliches wurde der Bibliothek vermacht, es kam noch eine umfangreiche Siegelsammlung hinzu. Auch eigene Ankäufe zur Ergänzung des fachspezifischen Bestandes wurden getätigt.

Ab 1871, mit Beginn der Publikationstätigkeit der Gesellschaft, begann auch der Schriftentausch mit anderen gleichartigen Vereinigungen in den Ländern der damaligen Monarchie und Deutschland. Im Jahr 1873 wurde beschlossen, anstelle der monatlich erscheinenden Zeitschrift, Jahrbücher herauszugeben.

Das erste Vereinslokal befand sich 1871 - 1876 in der Sonnenfelsgasse Nr. 7/1.
Da die Bibliothek schon beachtlich angewachsen war, sah sich der Vorstand genötigt eine größere Räumlichkeit anzumieten. Diese fand sich dann im Deutschen Haus, Singerstrasse Nr.7 von 1876 – 1878.

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Die Gründung

Eintrag im Protokollbuch vom 10. Mai 1870:

Der heraldisch genealogische Verein „Adler“ in Wien ward am 10. Mai 1870 durch die Herren

Friedrich Heyer [von Rosenfeld], k.k. Hauptmann a.D.

Alfred Grenser, Buchhändler

Dr. Ernst Hartmann Edler von Franzenshuld, Beamter der k.k. Münzenb…

Friedrich Frhr. Waldbott von Bassenheim, k.k. Ltn. a.D. u. Official im Oberstkämmereramt seiner Majestät

Carl Krahl, k.k. Hof-Wappenmaler, dann sich später noch

Oberleutnant Géza Georg Csergheö v. Nemes-Tacskánd anschloß,

gegründet.

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Alfred Grenser

Alfred Grenser, *Leipzig 16.11.1838    +17.4.1891;  oo Wien 13.5.1871 mit Anna Fischer Edle von Röslerstamm, *Wien 29.5.1843.

Buchhändler, Heraldiker und Numismatiker.

Kurzbiographie: 1854-1858 Buchhändlerlehre in Leipzig, weitere Ausbildung in Zürich, Bonn und Wien (1863). Seit 1867 Korrespondent der k.k.Hof-und Universitätsbuchhandlung Braumüller &Sohn in Wien. 1870 Mitbegründer und Vorstandsmitglied des „Adler“.

Qu.: J.Siebmachers Großes Wappenbuch, Band H; Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. 1992. S 156.

Wappen: Stammbuchblatt Nr.19.

In gespaltenem Schild vorn in Silber zwei aufgerichtete, von einander abgewendete rote Barben, hinten in Silber auf grünem Dreiberg eine grüne Palme, beschwert durch einen goldenen Stein. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken, ein naturfarbener Kranich mit goldenem Stein im erhobenen rechten Fang.

Carl Krahl

Carl Krahl, *Dresden, 5.Mai 1819  +Wien 12.12.1891, oo Wien 24.05.1848 mit Barbara Kolarz, Witwe nach Josef Stein.

K.k.Hofwappenmaler, Genealoge und Heraldiker.

Kurzbiographie: 1841 – 1846 Studium der Medizin in Wien, 1847 Magister der Chirurgie, 1848 Praktischer Arzt in Stetten bei Wien, Fortführung des Geschäfts des k.k. Hofwappenmalers Stein. Wappen – Zensor des kgl. Ungarischen Ministeriums am Allerh.Hoflager. 1878 erhielt Krahl den I. Preis bei  der heraldisch – genealogisch – sphragistischen Ausstellung in Wien.

Mitbegründer des Adler 1870, Vorstandsmitglied und Bibliothekar.

Wappen: In Rot eine silberne Adlerklaue mit Krallen, begleitet von drei (2,1) silbernen  Schildchen.

Qu.: J.Siebmachers Großes Wappenbuch, Band H; Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. 1992. S 286.

Österreich. Biogr. Lexikon Bd. IV., S 194.