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Kommentar:

Unter Kaiser Franz Joseph enthält das mittlere Wappen weiterhin den genealogischen Schild des Hauses Habsburg. Nach dem Verlust der Lombardei und Venedigs musste das mittlere Wappen geändert werden: Der lombardisch-venezianische Schild wurde ausgeschieden, dafür erhielt die Steiermark, die sich bisher mit Kärnten einen Schild teilte, einen eigenen Schild. Das mittlere Wappen wurde auch um die Insignien des Franz-Josephs-Ordens erweitert. Das hier gezeigte Wappen wurde vom Heraldiker Hugo G. Ströhl erst 1890 geschaffen und stellt eine Rückprojektion auf 1866 dar.

Blasonierung:

Ein schwarzer zweiköpfiger und zweigekrönter Adler mit goldenen Schnäbeln und heraus geschlagenen roten Zungen, im rechten Fang Szepter und Schwert, im linken den kaiserlichen Reichsapfel haltend, über beiden Köpfen schwebend die österreichische Kaiserkrone (habsburgische Hauskrone). Der Herzschild ist zweimal von Habsburg, Österreich und Lothringen gespalten und wird von den Ordensinsignien des goldenen Vlieses, des Maria-Theresien-Ordens, des St. Stephans-Ordens, des Ordens der Eisernen Krone, des Leopold-Ordens und des Franz-Josephs-Ordens umgeben. Zusätzlich sind den ausgebreiteten Flügeln in zwei Halbkreisen die Schilde der Erbländer aufgelegt. Seitenschilde rechts: Ungarn, Galizien und Lodomerien, Österreich unter der Enns, Salzburg, Steiermark; Seitenschilde links: Böhmen, Illyrien, Siebenbürgen, Mähren/ Schlesien, Kärnten/ Krain und unten Tirol.